(K)eine Frage des Preises?

Teilsubventionierungsmodell der Mittagsmahlzeiten zur Qualitätsverbesserung der Speisenversorgung in Thüringer Schulen

2018 startete das thüringenweite Projekt zur Teilsubventionierung der Mittagsmahlzeit an Schulen, welches vom Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz (TMMJV), unter der Schirmherrschaft von Minister Dieter Lauinger, gefördert wird.

Hintergrund

2007 wurde der erste bundesweite „DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung“ im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und als Bestandteil des Nationalen Aktionsplans „IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung“ veröffentlicht. Jedoch hat sich auch nach über einem Jahrzehnt dieser Qualitätsstandard bundesweit noch immer nicht durchgesetzt. Noch immer landen durchschnittlich zu wenig Gemüse und Fisch, dafür aber fortwährend zu viel Fleisch auf den Tellern der Schüler/innen. Schlechter Geschmack und geringe Qualität des Mittagessens führen zu sinkenden Teilnahmequoten.

Maßnahmen und Ziele

Ziel des Projektes ist es, eine Verbesserung der Mittagsverpflegung zu erreichen. Zu diesem Zweck wurden zunächst bis Ende 2019 Subventionsmittel des Freistaates Thüringen eingesetzt. Im Januar 2020 startete die nächste Projekt- sowie Förderphase, welche vorraussichtlich bis 2024 laufen wird. Je nach Bedürfnis der Schule können diese Mittel als Zuschuss pro Essensportion, zur Förderung in Form von Küchengeräten zur Verkürzung der Warmhaltezeiten und zur atmosphärischen Verbesserung der Schulspeiseräume vergeben werden.

Bewerben können sich alle Schulen aus den thüringer Landkreisen und kreisfreien Städten als Leuchttürme bzw. Modellschulen. Die Teilsubventionierung des Mittagessens pro Schüler*in und Tag in Höhe von 1,30 € - 1,80 € soll in einen höheren Wareneinkaufswert investiert werden, um eine höhere Produktqualität zu erreichen, und mögliche höhere Personal-/Logistikkosten abdecken. Zudem werden im Projektzeitraum Mittagessensausschüsse gebildet und diese geschult, um auch nach Projektende eigenverantwortlich die Verpflegung in der Einrichtung einschätzen.

Weitere Ziele des Projektes sind die Erarbeitung detaillierter Qualitätskriterien für das Kita- und Schulessen unter ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten, der Aufbau eines Netzwerkes regionaler Erzeuger mit Bio-Qualität sowie Weiterbildungen für die Caterer für die praktische Umsetzung des DGE-Qualitätsstandard in der Schulverpflegung.

 

Kontakt/Ansprechpartner

Dr. Manja Dittrich (Projektleitung - in Elternzeit)

Dr. Ulrike Trautvetter (Projektleitung - Elternzeitvertretung)

M.Sc. Theresa Pörschmann (wissenschaftliche Mitarbeiterin)

 

Telefon: +49(0)3641 949 747 sowie +49(0)3641 949 748

Telefax: +49(0)3641 949 742

E-Mail: theresa.poerschmann@dge-th.de